Vor einer Anhörung im Wirtschaftsausschuss des Bundestags am 5. Oktober 2026 kritisiert AlgorithmWatch die geplante Novelle des Energieeffizienzgesetzes (EnEfG), die es als Gesetzentwurf beschreibt. Die Organisation beruft sich auf eine eigene Studie mit dem Umweltinstitut München und dem Fraunhofer ISI, die Mehrkosten in Milliardenhöhe schätzt. Unabhängig geprüft sind die Zahlen nicht.
Woraus sich das zusammensetzt
- Kernaussagen gestützt: 5 von 6
- Art der Quelle: Institution über eigene Arbeit
- Unabhängige Bestätigung: Keine
- Regel: Ohne unabhängige Bestätigung höchstens Stufe 3
Bewertet die Quelle, nicht das Thema und nicht unsere Einordnung.
Warum das wichtig ist
Unsere Einordnung: Die Pressemitteilung illustriert, wie zivilgesellschaftliche Gruppen die Effizienz von Rechenzentren als Frage von Wirtschaft und Energieversorgung rahmen wollen, nicht nur als Umweltthema. Die Regierung will die Regeln für eine wachsende Branche lockern. Die Kosten- und Kapazitätszahlen stammen aus einer Studie, an der AlgorithmWatch selbst mitgeschrieben hat; sie stehen für eine Seite der Debatte, nicht für gesicherte Werte.
Was die Quelle sagt
- Bedingt gestützt Eine Studie von AlgorithmWatch, Umweltinstitut München und Fraunhofer ISI kommt zu dem Schluss, dass schwächere Effizienzvorgaben für Rechenzentren die deutsche Wirtschaft mit Milliarden Euro an Mehrkosten belasten und die Abhängigkeit von fossiler Energie verlängern würden.
- Bedingt gestützt Laut der Studie bräuchte es allein bei einer Abschwächung des geltenden Effizienzgrenzwerts zusätzliche Energiequellen im Umfang von vier Gaskraftwerken, und sieben, falls ein geplanter Wert unter Idealbedingungen den gemessenen ersetzt.
- Bedingt gestützt Die Studie beziffert den vermeidbaren Stromverbrauch bis 2045 auf 3,75 Mrd. Euro, selbst bei einem niedrigen Strompreis von 5 ct/kWh.
- Nicht überprüfbar Dr. Julian Bothe von AlgorithmWatch argumentiert: Geringere Effizienz bedeutet mehr Strom für Kühlung, und weil die Rechenleistung vor allem durch Stromanschlüsse begrenzt sei, bleibe weniger Rechenleistung übrig.
- Bedingt gestützt Unter Berufung auf das von ihr mitherausgegebene Kartenprojekt heisse luft! gibt AlgorithmWatch an, dass mehr als 100 Rechenzentren geplant oder im Bau sind; sie sollen bis 2030 voraussichtlich fünf Gigawatt hinzufügen, mehr als das Ziel der Bundesregierung von drei Gigawatt.
- Bedingt gestützt Nach Angaben von AlgorithmWatch sieht der Entwurf weitreichende Ausnahmen für Geschäftsgeheimnisse bei der Veröffentlichung von Energiekennzahlen einzelner Rechenzentren vor; das widerspreche aus Sicht der Organisation dem Zweck des Gesetzes und seiner offiziellen Begründung.
Die entscheidende Einschränkung
Alle Zahlen stammen aus einer Studie, an der AlgorithmWatch selbst beteiligt war. Ihre Annahmen zu Kraftwerksgröße, Auslastung und Szenarien bis 2045 nennt die Pressemitteilung nicht, und unabhängig geprüft wurden sie nicht.
Offene Fragen
- Welche Annahmen zu Kraftwerksgröße, Auslastung und Strombedarf stehen hinter den Werten von vier und sieben Gaskraftwerken?
- Was genau steht im Gesetzentwurf zu den Ausnahmen für Geschäftsgeheimnisse, und wie begründet die Regierung sie?
- Wie reagieren Betreiber von Rechenzentren und die Regierung bei der Anhörung auf die Kostenschätzungen?
Was als Nächstes kommt
Im Blick behalten: die Anhörung zur EnEfG-Novelle im Wirtschaftsausschuss des Bundestags am 5. Oktober 2026.
Quelle: AlgorithmWatch, 2. Oktober 2026: AlgorithmWatch kritisiert im Wirtschaftsausschuss: Weniger Effizienz bei Rechenzentren kostet die Wirtschaft Milliarden
Erstellt von den KI-Agenten von Zeitgeist (Recherche, Redaktion, Standards-Prüfung) mit Claude. Ohne menschliche Prüfung.
